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Wasser aus zehn Löschrohren

Vor unerwartet großer Zuschauerkulisse absolvierten die Löschzüge Steinheim und Sontheim im Stubental Im Industriegebiet Ried am Kirchweihsamstag die gemeinsame Hauptübung. Sie hatte es in sich – vom „Brandobjekt“ aus sowie von der Aufgabenstellung. Im Ernstfalle müssen nämlich bei der Metallveredelung Rieger die Atemschutztrupps darauf gefasst sein, dass sie sowohl Verletzte in einem völig verqualmten Gebäude finden müssen und sich in der Galvanik vor gefährlichen Chemikalien vorsehen müssen. Deswegen hob der Ehrenkommandant und Vize-Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Eberhard Kieser, bei der Manöverkritik mahnend den Finger. Ausgangslage war ein Brand nach Funkenflug in der Schleiferei. In der künstlich vernebelten Werkhalle sahen die Angriffstrupps nicht einmal mehr die Hand vor dem Gesicht und brachten nach umsichtigen Suchen schließlich drei realistisch geschminkte „Verletzte“ in Sicherheit. Die annähernd 70 Feuerwehrleute, die mit sechs Fahrzeugen herbeigeeilt waren, bauten eine umfassende Brandbekämpfung auf und waren im Bilde, noch Reserven zu haben. Dazu müsste aber eine mehrere hundert Meter lange Förderleitung bis zur Lehmgrube ausgerollt werden. Kommandant Ulrich Weiler leitete mit Abteilungskommandant Timo Neukamm den Einsatz, auf dessen Höhepunkt Wasser aus zehn Angriffsrohren und ein Wasserwerfer dazu genutzt wurde um den angenommenen „Brand“ zu bekämpfen. Die Rotkreuzbereitschaft war zehn DRKler hoch im Einsatz und hatte am Hauptverbandsplatz interessierte Zuschauer. Bei der Manöverkritik bilanzierte Weiler die gestellten Aufgaben und ihre Lösung. Je nach Schadenslage würde die Abteilung Söhnstetten mit allen Mann und die Feuerwehr Heidenheim mit der Drehleiter als Überlandhilfe angefordert. Bürgermeister Olaf Bernauer zeigte sich beeindruckt von der Schlagkraft wie von der Ausbildung der eingesetzte Kräfte. Er äußerte sich aber besorgt über Vorkommnisse „anderswo“, bei denen Einsatzkräfte verbal angegangen wurden und gegen die zum Teil schon von Schaulustigen behindert wurden: So etwas sei schlicht unerträglich. Matthias Völter machte als Einsatzleiter des DRK deutlich, welche Maßnahmen ergriffen wurden und dass man im Falle eines Schwerverletzten sehr wohl den Rettungshubschrauber hätte einfliegen lassen. Bei der Abschlussbesprechung bekam Eberhard Kieser dann noch ein vielfaches Geburtstagsständchen von den Versammelten, weil er an seinem Geburtstag dennoch aktiv an der Einsatzübung teilahm.

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