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Bei Merck Gefahrgutübung mit starken Kräften

Der Gefahrgutzug der Landkreis-Feuerwehren sowie die Feuerwehr Steinheim und das Reaktionsteam der Firma Merck (früher: Sigma Aldrich) traten gemeinsam zur Probe für den Ernstfall an. Noch während der Einsatz lief, zeigte sich Geschäftsführer Dr. Bernd Krüger sehr beeindruckt: „Das klappt prima. Die verstehen ihr Handwerk“. Dieses Lob galt den insgesamt 56 Feuerwehrleuten, wobei - wie im Ernstfall – zunächst das Reaktionsteam des Chemiebetriebs auf den Plan gerufen wird und erste Schadensbegrenzung üben soll. Darunter gehört natürlich auch die Menschenrettung. Ausgangslage für die Gefahrgutübung war eine Havarie eines Gabelstaplers, der mit der Gabel einen großen, liegenden Tank teilweise aufgerissen hatte. In der Folge flüchtete ein Beschäftigter und fiel in einem offenen Schacht, in dem gerade Revisionsarbeiten ausgeführt wurden. Insgesamt waren es drei „Verletzte“. Übungsannahme war außerdem ein Fassadenbrand als Folge der Havarie. Am Anfang dieses Feuerwehr-Einsatzes stand wie im Ernstfall das Chaos. Die Führungskräfte müssen sich in die Situation an einem unübersichtlichen Ort einfinden und nach entsprechenden Hinweisen aus dem Reaktionsteam bzw. dem Chemiefachberater Jan Knöll zu ersten Lageentscheidungen kommen. Kommandant Uli Weiler sowie Rolf Gauder, der Chef des Gefahrgutzugs, mussten unterschiedliche Einschätzung filtern, ehe erste zielgerichtete Maßnahmen befohlen werden konnten. Erst war nämlich von einem Altwassertank die Rede. In Wahrheit handelte es sich (Übungsannahme) um eine nicht sehr hoch konzentrierte chemische Flüssigkeit. Dies führte dazu, dass drei Feuerwehrleute sich in den Vollschutz zwängten und sich mit entsprechenden Abdichtmitteln an dem Tank zu schaffen machten, an dem immer noch Flüssigkeit austrat. Nach etwa 20 Minuten lief nichts mehr aus und die drei konnten zur Dekontamination marschieren. Derweil waren mit Wasserwänden freigesetzte Dämpfe niedergeschlagen worden. Ziemlich plagen mussten sich zwei Feuerwehrleute, die einen Verunglückten aus einem engen Schacht in Sicherheit bringen mussten. Bei der späteren Manöverkritik wurden die anfänglichen Probleme kurz angesprochen, insgesamt aber wurde eine erfolgreiche Problemlösung und ereignisbezogene Zusammenarbeit der Einheiten festgestellt.

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