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Feuerwehr wird helfen

Gefahrgutübung bei Sigma Aldrich in Steinheim

Eine von einer Palette beim Transport herunter gerutschte Flasche Natrium zerbarst und setzte den nassen Boden eines Bürocontainers in Brand. In der Folge kam es zu weiteren Reaktionen, zu einem Brand und zum automatischen Feueralarm. Das war die Ausgangslage bei Sigma Aldrich, das jetzt zur Merck-Gruppe gehört, für eine Einsatzübung des firmeneigenen Reaktionsteams und der Feuerwehr Steinheim.

Dieses Reaktionsteam ist so etwas wie eine kleine Betriebsfeuerwehr, die im Falle eines Alarms erste Erkundungen vornimmt und den nachrückenden Feuerwehrkräften entsprechende erste Hinweise zur Problemlösung gibt. An der Übung nahmen rund 50 Personen teil, darunter Steinheims Wehr mit fünf Fahrzeugen.

Wie im Ernstfall war die Hektik zu Anfang groß, die der Einsatzleitung übermittelten Fakten waren teils widersprüchlich, was wiederum dem Hauptkommandanten Ulrich Weiler wie dem Chemie-Fachberater Gerd-Ludwig Schmidt Anlass zu kritischen Nachfragen gab. Dabei wurde erkannt, dass auch bei der überschaubaren Ausgangslage ein zweiter Fachberater notwendig wäre, um durch Befragung der Verletzten weitere Klarheiten über die Ereignisse zu gewinnen. Nicht immer ist Wasser das richtige Löschmittel. In der Praxis war schon Streusalz oder entsprechend trockener Sand das Mittel zum Erfolg.

Mit vereinten Kräften wurden doch alle Aufgaben gemeistert und mit Wasser aus vier Rohren das „Feuer“ niedergerungen und ein Fass Diethyl-Ether unter den Punkt der Selbstentzündung abgekühlt. Bei der Manöverkritik zeigte sich Dr. Michael Pölzl seitens Merck zufrieden.

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